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Autor Thema: China - Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise für den Reisenden  (Gelesen 1247 mal)
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« am: Oktober 26, 2008, 14:44:50 »

China ist ja das Land mit den stärksten Wachstumsraten in fast allen Bereichen des Lebens, von de Wirtschaft bis zum Tourismus.

In den letzten Wochen stehen aber die Zeichen des Wachstums durch die Weltwirtschaftskrise nicht mehr so gut, wenn man es vorsichtig ausdrücken will. Bisher waren die Chinesen mit jährlich zweistelligen Wachstumsraten mehr als verwöhnt. Sollte die Entwicklung hier nach unten korrigiert werden müssen, werden sich daraus sicher auch dramatische Auswirkungen für die Chinesen ergeben.

Hat das auch Auswirkungen auf das tägliche Leben in China und den dortigen Tourismus ?
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« Antworten #1 am: Oktober 26, 2008, 15:38:04 »

Na super, mein chinesischer Rechner ist gerade abgestuerzt als ich einen langen Beitrag zu diesem Them verfasst hatte  icon_evil  Soviel zum Thema Wirtschaftsmacht China  Grin
Ich probiere es gleich noch einmal.
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« Antworten #2 am: Oktober 26, 2008, 15:40:06 »

Zitat
Na super, mein chinesischer Rechner ist gerade abgestuerzt

...und ich dachte, die Chinesen bauen alles in perfekter Technik nach.... smilie-12
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« Antworten #3 am: Oktober 26, 2008, 15:53:27 »

So, nun mal in Kurzform.

1. Das ach so tolle Wirtschaftswachtum in China ist eine grosse Luftblase, die bereits in den naechsten Jahren platzen wird.

2. Chinas Wirtschftswachtum wird vor allem durch die hohen Exportmengen erzeugt. Dabei wird von den Firmen jedoch wesentlich mehr produziert, als tatsaechlich exportiert wird. Der heimische Markt kann diesen Ueberschuss jedoch nicht abnehmen und so geraten immer mehr Firmen in arge (finanzielle) Probleme.

3. In China entickelt sich eine extreme 2-Klassen-Gesellschaft, d.h. die Kluft zwischen arm und reich wird immer groesser. Es gibt in China so gut wie keine Mittelschicht. Die sozialen Probleme sind damit vorprogrammiert.

4. Durch den angeblichen Boom stroemen immer mehr Menschen in die Staedte. Daurch verarmen die laendlichen Gegenden an Einwohnern und vor allem an potentiellen Bauern. China kann schon laengt nicht mehr seine Bevoelkerung aus eigenen Ressourcen ernaehren, d.h. es muessem immer mehr Lebensmittel importiert werden. Dadurch steigen die Lebensmittelpreise, was sich aber viele nicht leisten koennen. Zudem pltzen nun die Staedte aus allen Naehten!

5. China hat ein grosses Energieproblem, denn die benoetigten Leistungen koennen teilweise nicht mehr erbracht werden.

6. Ein extrem grosses Problem der chinesischen Wirtschaft ist der Mangel an Fachkraeften. Das Know-How wird oftmals durch das Abwerben von Arbeitern erlangt, d.h. die Arbeiter wechseln bereits fuer ein paar Cent mehr die Firma und bringen dieser dafuer Produktinformtionen bz. am besten noch Originalteile mit - das Copyright laesst gruessen  icon_wink

7. Durch die drohende weltweite Rezession wird bei den Exportpartnern deulich weniger konsumiert, wodurch auch der Export von China in Knie geht.

8. Laender wie Indien laufen China so langsam den Rang ab, vor allem weil die (von Profitgier getriebenen) Preisvorstellungen der chinesischen Firmeninhaber langsam das Mass zu Relation verloren haben. Die Folge: China wird als Produktionsland zu teuer und es wird sich von den auslaendischen Firmen anderweitig orientiert.
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« Antworten #4 am: Oktober 26, 2008, 15:54:23 »

...und ich dachte, die Chinesen bauen alles in perfekter Technik nach.... smilie-12
Gut kopiert ist eben noch lange nicht gut gemacht  Grin
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« Antworten #5 am: Oktober 26, 2008, 15:58:54 »

Ach so, ich hatte den Bereich Tourismus vergessen  icon_redface

Fuer uns Europaer aendert sich bis auf den schlechteren Wechselkurs eigentlich gar nichts. In diesem Zusammenhang ist natuerlich die Umfrage bzgl. Reisetaetigkeit bei drohender Rezession gnz interessant  icon_wink

P.S: Wenn zwischendurch immer mal wieder ein paar Buchstaben in den Worten fehlen, bitte ich um Entschuldigung. Die chinesische Tastatur vor mir ist aber extrem langsam was die Erfassung meiner Anschlaege angeht und ich habe keine Lust alles nachtraeglich auszubessern  icon_wink
« Letzte Änderung: Oktober 26, 2008, 16:00:51 von Rastlos » Gespeichert

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« Antworten #6 am: Oktober 26, 2008, 16:13:30 »

Hallo Jens... icon_biggrin,

Zitat
Das ach so tolle Wirtschaftswachtum in China ist eine grosse Luftblase, die bereits in den naechsten Jahren platzen wird.

Glaubst Du, das wird noch Jahre dauern? Wenn die Weltwirtschaft weiterhin so absackt, wird sich die Abwärts-Spirale für China sicher auch immer schneller drehen. Jedes Prozentpunkt Wachstums-Minus tut dann den Chinesen sicher um so weher.

Ich bin kein Wirtschaftsexperte aber man kann sich an fünf Fingern abzählen, daß mit dem Niedergang der vermeintlichen (zweiten) Weltmacht China das gesamte Weltwirtschaftgefüge verändern wird.

Der anhaltende Crash an den Börsen nimmt diese Entwicklung nur voraus, so war das schon immer, Kapital ist ein flüchtiges Reh. Aber wohin flüchtet es dann... Huh
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Liebe Grüße

Wolfgang
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« Antworten #7 am: Oktober 26, 2008, 16:30:13 »

Glaubst Du, das wird noch Jahre dauern?
Nein, ehrlich gesagt nicht, aber ich wollte nicht ganz so pessimistisch klingen  Grin

Aber wohin flüchtet es dann... Huh
Erstaunlicherweise genau in das Land, dass die weltweite Krise verursacht hat - die USA  icon_eek icon_evil
Die extreme Talfahrt des Euro ist leider eines der Zeichen dafuer. Niemand der Wirtschaftsexperten hatte dies bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage der USA so erwartet und selbst nach der anfaenglichen Talfahrt war das Ausmass des Kursverlustet bei weitem nicht abzusehen. Im Gegenteil, die meisten erwarteten eigentlich eine deutliche Kurststeigerung des Euro.
Was passiert aber nun gerade? In den USA geht die finzielle Angst um und anstatt in auslaendischen starken Marken zu investieren, wird das bereits frueher in Europa angelegte Kapital panikartig zurueckgezogen und im eigenen Sparstrumpf gehortet. Dadurch wird voellig unerwartet der USD gestaerkt (nicht aber die Wirtschaft!). Genau dadurch wird nun aber die naechste wirtschaftliche Katastrophenwelle ausgeloest, denn durch die Schwaechung des europaeischen Wirtschaftsmarktes und damit der grossen Export- und Importmacht Europa dreht sich die Weltwirtschaft immer weiter nach unten. Ein Ende ist leider noch lange nicht in Sicht  icon_eek

Aber vielleicht irre ich mich ja mit meiner persoenlichen Einschaetzung, was uns allen zu wuenschen waere  icon_wink
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« Antworten #8 am: Oktober 26, 2008, 16:43:59 »

Zitat
durch die Schwaechung des europaeischen Wirtschaftsmarktes und damit der grossen Export- und Importmacht Europa dreht sich die Weltwirtschaft immer weiter nach unten.

Ja, sehe ich genau so....leider.... angry8

Das Drama ist, daß die asiatischen Märkte so enorm stark vom Export abhängig sind. Was da fehlt sind eben die innovativen Menschen, will sagen, diejenigen, die über Wissen und Know How verfügen.

Nachbauen alleine reicht eben nicht aus, wie man wieder einmal sieht.... ideadev

Ein Hoffnungsschimmer besteht allerdings...und der kommt wieder einmal aus Amerika. Dort bündelt sich eben die Macht des Wissens und von dort werden die Impulse kommen. Die Frage ist nur der Zeitpunkt und ob wir das so lange aushalten...  icon_scratch
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Liebe Grüße

Wolfgang
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